Archiv nach Schlagworten: Schulteroperation
athroskopische Labrumrefixation – Erfahrungsbericht
Teil 3 – Die Tage nach der Schulteroperation
Die erste Nacht war von sehr wenig Schlaf geprägt. Durch die Schmerzen bekam ich kein Auge zu. Stattdessen vertrieb ich mir die Zeit mit Radio hören. Dabei fiel mir auf, während NJOY am Tag im Stundentakt ständig die gleichen Titel spielt, läuft nachts wirklich klasse Mucke! Warum geht das nicht auch am Tag? (Diese Frage richtet sich auch an die anderen Radiosender (Antenne MV, Ostseewelle, NDR2, Radio MV) da draußen!)
Die Tage danach
Von Tag zu Tag wurden die Schmerzen weniger. Am ersten Tag (nach der OP) war es noch wirklich sehr schlimm. Glücklicherweise lenkten mich meine neuen Zimmergenossen gut ab. Die ersten Schritte am zweiten Tag zum Klo waren die Hölle. Wirklich, den Hüfteingriff zur Spongiosagewinnung darf man wirklich nicht verachten…
Noch heute am 13 Tag nach der OP, kann ich immer noch nicht schmerzfrei gehen. Ab und an meldet sich dann die Hüfte und gibt mir Ihre Präsenz mit einem unangenehmen Schmerz zu spüren.
Tipps
- Radio hören
- bei Schmerzen nach mehr Schmerzmitteln fragen!
- Drainage-Behälter am Besten am Gestellt der Ente befestigen, damit man die Behälter besser tragen kann
- die Ente lässt sich am besten im Stehen benutzen
- Den Kopf soll man trotz Schmerzkatheder bewegen! Der Schmerzkatheder ist nur ein kleiner Schlauch im Hals
. Wer das nicht macht, bekommt einen steifen Hals
- bei Schmerzen unbedingt mehrere Sitz und Liegestellungen ausprobieren! Ich empfand das Sitzen als sehr angenehm.
- regelmäßig den Sitz des Gilchrist Verbandes anpassen. mal etwas locker und wieder etwas fester machen
- den Schwestern ruhig mal was Nettes zum Abschied schenken
Für die Angsthasen unter uns
- Blutabnehmen piekst nur kurz
- Das Entfernen der Drainagen tut nicht weh, das Geräusch, welches die Drains bei rausziehen verursachen hört sich lustig an.
- Fäden ziehen piekst auch nur ein wenig. In Anbetracht dessen, welchen Schmerz ich nach der OP ertragen habe, war das Ziehen der Fäden sehr angenehm.
- Pflasterabziehen…lieber selber machen…Ruckartig abziehen und dabei schnell ausatmen
- Schmerzkatheder legen ist nur unangenehm. Man empfindet nur den Druck am Hals und das Zucken der gereizten Muskeln
- Schmerzkatheder und Schmerztropfe sind was Feines
- prophylaktisch schon mal das Gesicht vor Schmerz verziehen, damit sich die Schwestern mühe geben. Ruhig den Schmerz zugeben, schließlich sind wir Männer
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KMG Klinikum Güstrow
- die Ärzte sind alle sehr kompetent (auch beim Thema Schulter!)
- Die Schwestern sind größtenteils nett. Manchmal war zu bemerkten, dass die Schwestern und Pfleger aufgrund der Krankheitsbedingten Unterbesetzung überfordert waren.
- Die Pfleger (Schüler) sind sehr motiviert, was man nicht von allen Schülerinnen behaupten konnte.
- Das Essen im Krankenhaus ist wirklich gut. 4 Mahlzeiten. Werktags kommt meistens jemand rum und fragt, was man essen möchte.
- Die Zimmer und das gesamte restliche Haus sind schön. Das Bad (bei geschlossener Duschkabine) ist für “Behinderte” etwas zu klein.
- Die Stationen sind alle gut ausgeschildert
- Die Physiotherapie im Krankenhaus ist soweit in Ordnung. Könnte sich aber gerne etwas mehr Zeit für die Patienten nehmen
- Radio ist kostenlos, TV (leider nur 10 Sender) kostet einen kleinen täglichen Obolus.
- Im Großen und Ganzen ist das Klinikum zu empfehlen
Vielen Dank
Über diesem Wege möchte ich mich doch bei der gesamten E3 für die Gute Versorgung bedanken. Bedanken möchte ich mich auch bei meiner Freundin, die für mich einen ewig weiten Weg auf sich nahm, um mich etwas aufzubauen
Meine Zimmergenossen darf ich natürlich auch nicht vergessen. Vielen Dank an Martin (Kreuzbandriss), Mario (Hüfte), Jürgen (Hüfte), Mario (Schrauben), Michael (Kreuzband) für die unzähligen lustigen Stunden, die manchmal nicht ganz schmerzfrei waren…und natürlich bei meiner Familie, ganz besonders bei meiner Tante, für die unzähligen Besuche.
Fachliches und Unfachliches
Da ich mich vor vielen Jahren zur Ausbildung des Fachinformatiker entschied, bitte ich unfachliches oder falsch ausgedrückte Bezeichnungen und Beschreibung in den gesamten 3 Teilen zu entschuldigen
Links
- Nachbehandlungschemen für Schultereingriff
- Physiotherapie bei Schultergelenksendoprothese nach Humeruskopffraktur
- SHOULDER SURGERY (ausführliche Informationen zu Schulteroperationen und der Therapien)
Teil 2 – Die Schulteroperation
In der Notaufnahme ging dann alles seinen Lauf. Dem Diensthabenden Arzt erzählte ich, dass ich mir die Schulter ausgerenkt hatte und er die bitte schnellstmöglich einrenken möchte, weil es langsam unangenehm wird. Unzähligen Überredungsversuchen zum Trotz ging es erstmal zum Röntgen, wo leider nicht festgestellt werden konnte, dass die Schulter wirklich draußen ist. Weiterlesen »
Teil 1 – Mein Weg ins KMG Klinikum Güstrow
8. März, 12 °C Grad vor der Tür, die Sonne strahlt… das perfekte Wetterchen um die schwarze, englische Lady über den Mecklenburgischen Asphalt zu bewegen. Also nichts wie los ins Büro und schnell das Alltagsoutfit gegen die italienische Lederkluft getauscht.
Vereinigt mit der kleinen Engländerin ging es dann zügig über Sievershagen, unzähligen kleinen Dörfern irgendwo zwischen Lambrechtshagen und Bützow.
Die Strecke ergab sich ganz unwillkürlich und so ging es über Nebenstraßen nach Bützow, weiter über Lüssow und Co. nach Güstrow in den Ortsteil Suckow, zu meiner Tante.
Der Abflug – Unfall
Die Aufmerksamkeit wich in Anbetracht der freien 30 Zone von der Strasse in Richtung des ehemaligen MAZ-Freizeitparks…Leider ist es bei uns Menschen anatomisch bedingt,
dass wir keine Augen an der Seite haben, geschweige um die Ecken luschern können und so näherten sich mir unbemerkt zwei “Geschwindigkeitsbremshügeln” mit einer in der 30 Zone angemessenen Geschwindigkeit.
Als ich im seitlichen Umfeld nicht spannendes entdeckte, wanderte der Blick wieder nach vorne, wo ich die beiden Hindernisse wahr nahm und intuitiv in die den Anker warf. Doch wie sich einen kleinen Moment später herausstellte, war es schon zu spät
Der Lenker der Street Triple schlug aus und riss mir mit einem sehr zerrenden Druck die rechte Schulter aus der Pfanne. Anschließend oder auch im gleichen Moment, wer weiß das schon, ging es dann weiter über den Lenker.
Nach einem kurzen, Turbulenzen freien Flug landete ich leider etwas unrühmlich auf der rechten Schulter und gab ihr quasi den Rest… Mit ausgerenkter (luxierter rechter Schulter) stand ich auf und führte die altbewährte Schultereinrenkmethode (schnelle Drehbewegung des Körpers) durch. Doch irgendwie brachte das nichts und die Schulter blieb erstmal in der sehr unbequemen und schmerzvollen Position…
Glück im Unglück
…den gesamten Abflug beobachtete das in dem Auto hinter mir befindliche Pärchen. Äußerst erstaunt “…Mann – Du bist aber hoch geflogen…!” über meine kleine ungewollte Stunteinlage fuhren Sie an den Straßenrand ran und erkundeten sich nach meinem befinden. Die beiden “Altentreptower” riefen einen Rettungswagen und halfen mir, mich von meiner beengenden Rindslederhaut zu befreien.
Nach kurzer Warterei kam (per Zufall?) ein Polizeiwagen vorbei und anschließend der Rettungswagen. Nach weiteren unendlichen 10-15 Minuten Warten im Rettungswagen ging es dann endlich “Schnurr Stracks”
in die Notaufnahme des Güstrower Krankenhauses. Dort kam auch schon meine Tante herunter die dort gerade auf einer Station Dienst hatte und von der netten Rettungswagenbesatzung auf meinem Wunsch hin informiert wurde.