Das erste auf eine DIN-A4 Seite passende Schubboot (Tugboat) hatte ich im letzten Jahr über Ostern zusammengebaut. Es fuhr, machte Spaß, aber irgendwie fühlte es sich auf dem Wasser zu klein an. Zappelig, kippelig und ständig schwappte Wasser auch das Deck. Das Gewicht vom Akku, Motor, Fahrtenregleger und Servo hätte auch nicht deutlich höher sein dürfen.
Ein neues und größeres Schubboot (Tugboat) musste her. Also fix den Bauplan von Din-A4 auf DIN-A3 vergrößert, ausgedruckt und dann mit dem Sohn zum Baumarkt gefahren um die benötigten Materialien wie Flugzeug-Sperrholz und Balsaholz zu kaufen. Ein Kriterium sollte sein, die restlichen Materialien der beiden entsorgten Crackerbox RC-Rennboote wiederzuverwenden.
Übersicht
ein Schubboot / Tugboat bauen
Zu Hause angekommen machten wir uns gleich ans Werk. Die Teile auf dem Sperrholz aufgezeichnet und anschließend im Keller mit einer Laubsäge ausgesägt.
Oben wieder angekommen klebten wir die ausgesägten und geschliffenen Teile zusammen. Auch hier verwendeten wir noch ein paar „Planken“, die von den anderen Booten übrig geblieben sind, um etwas mehr Stabilität und eine Decksauflage zu schaffen.
Nun konnte man schon gut erkennen wohin die Reise ging. Der Größenvergleich zwischen dem alten und dem neuen Schubboot zeigt, wie groß der Unterschied zwischen Din A4 und Din A3 ist. Beachtlicht viel Platz stand uns nun zur Verfügung



Dieses Mal wollte ich das Holz mit Epoxidharz wasserdicht machen und auch von innen alles einmal laminieren um den Rumpf 100% dicht zu bekommen. Epoxidharz und Glasfasergelege hatte ich noch reichlich von meinen Reparatur am 505er Rumpf übrig.









Welle und Propeller
„Eigentlich“ wollte ich von den Crackerboxen die Welle und einen der vorhandenen Propeller (3 cm Durchmesser) wiederverwenden. Doch bei der Probefahrt kam mir das Schubboot einfach zu langsam vor. Deshalb entschied ich mich nach einem großeren Propeller ausschau zu halten, was leider auch eine andere Schiffswelle (Schiffswelle 4mm – M4 – 210mm lang) mit sich brachte. Um ein bisschen herumzuprobieren bestellte ich gleich eine reichliche Auswahl an Propellern mit. Leider nur bis 4,5cm Durchmesser. In einer weiteren Bestellung fand dann der finale Propeller mit einem Durchmesser von 6 cm den Weg zu mir. Perfekt! 2mm Platz zwischen Propeller und Boden des Bootes. Mehr geht nicht. Eine weitere Testfahrt bestätigte mir, dass der große Propeller genau richtig ist.
Vergrößerung des Ruders
Wenigstens konnte ich die alte Ruderanlage vom ersten Schubboot wiederverwenden. Wir mussten das Ruder nur etwas vergrößern, damit es genügend Ruderwirkung aufbaut. Mit Balsaholz, Glasfasergelege, VT-Spachtel und Epoxharz, war das relativ schnell gemacht.




Ramm\Bro – Wie der Schiffsname entstand

Natürlich muss für so ein cooles Vater-Sohn Projekt ein cooler Schiffsname her. Der Schubboot soll eigentlich zur Bergung der anderen RC Boote sein. Dazu soll es das anderen Boot rammen und zum Land zurück schieben.
Vielleicht kennst du auch das Computerspiel Broforce, wo man mit den Actionfilmhelden der 1980er & 1990er, total übertrieben dargestellt, sich verschiedene Welten durcharbeitet. Das Spiel spielen wer gerne im Coop-Mode.
Setzt man nun die Funktion und Broforce zusammen, kamm irgendwie Ramm\Bro raus. 🙂
Decksaufbauten
Das Deck ist groß und bietet viel Platz, der genutzt werden möchte. Das Fahrerhaus habe ich aus restlichen Flugzeugsperrholz gebaut, weiß lackiert. Für die Fenster haben wir es uns einfach gemacht. Erst abgekleben, dann das Klebeband ausschneiden wo die Fenster hinsollen. Den Rest erledigte die schwarze Sprühdose.
Das Ergebnis kann sich zeigen. Kurze Zeit später folgten dann noch die Reifen für den Rumpf und mal schauen, was sich sonst noch so finden läst.



Flugzeugsperrholz oder Sperrholz?
Kauft lieber hochwertigeres Flugzeugsperrholz anstelle des günstigen Bastellsperholzes aus dem Baumarkt. Das Flugzeugsperrholz lässt sich viel besser bearbeiten, zur noch auch mit einem scharfen Bastelmesser und es ist auch nicht so verbogen wie das übliche Bastelsperrholz.
Materialliste
Die Sprühlacke und Elektronik hatte ich noch von den anderen RC-Bauten übrig. Um eine neue Schiffswelle und Propeller kam ich leider nicht herum.
- 2x 1000x200mm Flugzeugsperrholz aus Birke
- Balsaholz
- Grundierung
- Roter Sprühlack
- schwarzer Sprühlack
- weißer Sprühlack
- Fahrtenregler
- Sender/ Empfänger
- Ruder
- Schiffswelle 4mm – M4 – 210mm lang (11.95€) Aeronaut 7170/89
- Schiffsschraube 60mm in Messingfarbe für M4 Schiffswelle (Aeronaut 7170/89) (4.40€)
- Reifenfender 30mm (10 Stück) (8.95 €)
- Doppelkreuzpoller 14×6 mm (6 Stück) (3.85 €)
- Bundesdienstflaggen 25×40 mm 15×30 mm (4.30 €)
Probefahrt und Spaß auf dem Wasser mit dem Schubboot „RAMM\Bro“


